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Weihnachten in PERTH!

ES KANN LOSGEHEN! 

FIRST STOP: PERTH!

 

Ich fliege wieder nach Australien! An Weihnachten 2018 setzte ich mich zum zweiten mal in den Flieger. Ziel. PERTH. Warum? Weil es vor vielen Jahren das “erpendelte” Ziel war, das mir mein spirituell angehauchter Vater mittels pendel ermittelte. Deshalb. Da soll ich hin, hieß es damals als ich 14 jahre jung war. Und endlich konnte ich mir erfüllen dort hin zu reisen. Mal sehen, was dort auf mich wartet….

 

Nach ein paar Glühweinchen in meinem Heimatort, packe ich also am 23. Dezember meine Sachen und fliege…. wohin die Flügel mich tragen. Mitternacht am 24. Dezember landete ich sanft im Westen Australiens. Der Taxifahrer bringt mich sicher und unterhaltsam zu meinem Hotel, welches ich mittels Passwort und Code zugänglich mache. Und erst als sich der aufmerksame Fahrer sicher war, dass ich im Hotel verschwand, fuhr er weg. Die Taxifahrt war ganz schön aufschlussreich, denn er warnte mich als alleinreisende Frau vor zig Dingen, vor den Menschen, den Haien und vor allem vor Silvester in Perth. Er meinte ich wäre ein wenig verrückt, hier allein herum zu reisen. Ach was, dachte ich mir. Ich weiß schon was ich tue.

 

Perth ist cool. Das stellte sich in den darauffolgenden Tagen heraus. Mein Hostel lag wunderbar und ich konnte alles zu Fuß erreichen. Das Universum meinte es auch von Anfang an gut mit mir und schenkte mir umgehend wundervolle Menschen die ich schnell zu meinen Freunden zählen durfte. Da waren ein Kanadier und zwei Franzosen, die sich für mich anfühlen als kannten wir uns bereits ewig. Ich wurde bereits bei meiner Ankunft auf Drinks eingeladen, durfte am Tag danach mit an den Strand fahren, wurde zum Essen ausgeführt und durch die Stadt chauffiert.

 

Ich erlebte unglaubliche Dinge bereits zu Reisebeginn in Perth. Ich kann nur soviel sagen, für einen Bericht hier- definitiv ZU VIELES. Für ein BUCH aber genug! Und dieses Buch folgt! 

 

Zurück zu Perth. Kurz, knapp und pikant zusammengefasst…

 

Wie ich Perth empfunden hab, kann ich ehrlich gesagt jetzt kaum in Worte fassen. Perth selbst, hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber sitzen bin ich auch nicht geblieben. So, könnte ich das jetzt am ehesten beschreiben. Was mich aber vom Hocker riss, waren die menschen hier. Die Begegnungen und Geschehnisse. Die schicksalhaften Bekanntschaften welche mich auf eine Reise in andere Köpfe und Geschichten brachte. Von teuflischen vergangenen Tagen bis hin zu beobachtbaren Zauberkräften. Alles kam immer anders als man dachte denken zu können und von tobender Stadtluft bis hin zu einsamen Wüstenstunden war alles mit dabei. Ich durfte wahre Freundschaft finden und ich durfte mich stets voller Respekt und Wertschätzung behandelt fühlen. Auch fühlte ich mich immer sicher, egal wohin ich ging. Perth war absolut wichtig. Als ich dort war, und die Menschen traf die zeitgleich dort waren, wusste ich, warum ich hier her kommen musste. 

 

In meinem Blog “Lola, Teufel. Teufel, Lola” gibts eine ausführlichere Geschichte zu einer meiner Begegnungen! 

SILVESTER IN PERTH

JA! Durchaus cool! Natürlich steppte der Bär in der ganzen Stadt! Es gab riesige Veranstaltungen, das übliche Strassengetümmel wo auch immer man hin sah und ein gewaltiges Feuerwerk zur Begrüßung des neuen Jahres. Ich verbrachte den Abend mit den netten jungen Herren aus Frankreich und einer ganzen Gruppe Neuankömmlingen unseres Hostels. Wir gönnten uns kühle Getränke im Innenhof des Hostels, wo es so schön gemütlich war um bei angenehmer Lautstärke über Gott und die Welt zu philosophieren. Es war direkt eine Überwindung für uns alle überhaupt hinaus zu gehen auf die Straße. Beinahe hätten wir das Feuerwerk verpasst. Kurz vor Mitternacht rannten wir ans Ufer um uns einen guten Platz zu sichern! Und welch Glück, ergatterten wir mit Leichtigkeit ganz vorne einen Platz! “Merkwürdig” bestätigten mir alle, dass wir hier so einfach ganz vorne am Ufer sitzen konnten! Kein Gedränge! Als es aber dann zum ersten mal feuerte, wussten wir warum. Wir saßen mit dem Rücken zum großen Spektakel. AHA. Auch gut. Also…. falls du mal in Perth bist an Silvester, dann wende deinen Blick immer Richtung Stadtzentrum. Am Ufer entlang feuert nämlich gar nichts. Tja. Uns wars völlig egal. Wir hatten es gemütlich und niemand von uns schien besonders feuerwerkgeil zu sein. Nachdem es sich dann ausgefeuert hatte ließen wir uns mit der gewaltigen Menschenmenge in die Stadt treiben um dann in einem Lokal zu landen, das mir einfach…. wie soll ich sagen. ZU FAD war. Also stand ich auf und sagte: Leute… ich zieh allein weiter. Ich verschwand noch bevor sich jemand anhängen konnte. Wer mich kennt weiß, dass liegt mir ;-) Ich suchte mir eine Bar, dessen Warteschlange nicht nach Stunden aussah, war in Null komma Nix drinnen und tanzte mich mit mir in die Morgenstunden. So lange, bis ich kaum noch Kräfte in den Beinen hatte tanzte ich. Die wenige Kraft schnappte ich mir dann aber um noch nach Hause zu gehen in mein Hostel. Auf der Straße war tatsächlich, wie der Taxler mich warnte, die Hölle los. Ich drängte mich durch sturzbetrunkene, wackelnde und laute Menschen. Überall wo man auch hinsah war Polizei und oder Sicherheitsdienst aufgestellt. Zu meinem Entsetzen sehr viel davon zu Pferd. Lautes Geschrei, Feuerwerkskörper und lautes Knallen von allen Seiten… dazwischen Pferde, die völlig überforderte Sicherheitsbeamte in gestrecktem galopp die Straßen auf und ab trugen. Ich war … ja… ich war traurig für diese Pferde. Ich konnte kaum mit ansehen wie sie da auf den Straßen dahin galoppierten. Sie waren in einer Szenerie gefangen in die sie nicht hin gehörten. Ich muss bestimmt nicht betonen, hätte ich irgendetwas an diesem Abend verändern können nach meinem Geschmack, hätte ich diese Pferde auf eine ruhige Weide gezaubert, wo sie hingehören.  Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, dass Menschen Dinge tun, von denen sie nicht wissen was sie da tun. Aber da sie es nicht wissen, können sie es auch nicht greifen.

Ich entfernte mich immer weiter aus der Stadt und war heilfroh als ich in mein Bett sank, in meinem Hostel. Ich packte meine Sachen denn schon am nächsten Tag… ging es weiter….

 

Nächstes Ziel: Sydney. Und Barry wird dort auf mich warten. Barry und ich entdeckten uns ein Jahr zuvor in Cairns. Von da an hielten wir Kontakt. Barry war von der ersten Sekunde an wie ein Mustervater zu mir. So aufrichtig, so ehrlich, so liebenswürdig und respektvoll. Ich konnte kaum erwarten diese wundervolle Seele erneut in meine Arme zu schließen…

 

Das war Perth:

Aufregend. Anders. Kühl. Laut. Lehrreich. 

Es gibt unglaublich schöne Strände. Ein Stadtzentrum, das keine Wünsche offen lässt. Freundliche Menschen und eine gepflegte Innenstadt. Ebenso aber gibt es Armut und verzweifelte Ecken. Es gibt einen wunderschönen Park. Bootsfahrten. Sightseeing Touren und einen ultracoolen Känguru- Park in dem man den Tieren hautnah kommen darf. Sonnenuntergänge sind in Perth magisch und erkundet man die Stadt zu Fuß, sollte man daran denken dass man in Australien ist. Ein Walk vom Hostel zu Känguru-Park schien ein Hüpfer zu sein, weil…. sind ja nur 3 Straßen… aber eine gute Stunde ist man da schon unterwegs ;-) haha! Alles in allem hab ich Perth super gefunden! Oh! Und das hätte ich fast vergessen! DIE KUNSTSZENE! Also Künstler gibt es dort, die es in sich haben. Absolut. Hochbegabte Supertalente beherbergt Perth. Einen Künstler aus dem Ort, durfte ich sogar ebenso ein Jahr zuvor auf meinen Reisen persönlich kennenlernen. Leider hat es nicht geklappt, dass ich mir die Galerie live ansehen konnte, aber auch Perth- wird mich irgendwann mal wieder haben. Und dann, werde ich mir die Zeit dafür nehmen! Hoffe, denke ich! haha! :-) 

 

 

HANDY-SCHNAPPSCHÜSSE aus PERTH!