SOLL ICH ODER SOLL ICH NICHT?

Soll ich oder soll ich nicht?

 

Wirf eine Münze! Spiel das Spiel mit der Blume!

Aber…

was kann denn jetzt genau die Blume dafür? Wenn du nicht weißt ob du sollst, oder nicht?

Bloß weil dir unklar ist, was du tun sollst? Eine Blume rupfen?

Okay gut. Die Münze! Die werfe ich nur hoch, fang sie wieder auf und wenn mir gefällt was sie sagt, ist alles gut. Wenn nicht? Blume!

 

HALLO ich bin’s wieder LOLA!

Ich friere! Ich gebs zu! Mir ist das Wetter hier schon eindeutig zu winterlich. Dass das Blödsinn ist, kann schon sein. Ich habs meinem Körper schon versucht als Unsinn zu verkaufen, der aber bibbert und lässt mich zittern.

Tja. Dann versuch ich es mal mit Sport. Gedankensport und hoffe es wird wärmer!

 

Ich durfte in den letzten Tagen am Rande mitverfolgen, wie Unklarheit erstarren lassen kann. Da kann man Handlungsunfähig werden, weil man erstarrt. Als würde jemand die Temperatur herunterdrehen. Man versucht noch zu laufen und sich mit Bewegung in alle Richtungen warm zu halten um nicht in der Eiseskälte einzufrieren, aber irgendwann kommt die Müdigkeit von all dem Gerenne und dann pennt man eine Sekunde ein, wacht auf und nichts geht mehr. Oder, man wacht eben nicht mehr auf. Nimmt den starren Zustand einfach an. Dann ist es halt jetzt so. 

Geht! Kann man machen. 

Irgendwann kommen wieder Sonnenstrahlen die das Eis schmelzen lassen werden und dann kann man sich wieder räkeln und strecken. 

Dann kanns weiter gehen. 

Man kann aber auch wenn es ungemütlich kalt wird überlegen, ob man sich bevor alles zu erfrieren droht in eine Umgebung rettet in der man für Wärme sorgen kann. 

Wohl temperiert dahin chillt. Die Beine hochlagert, sich freut, dass alles so schön kuschelig ist. Wenn aber rund um einen nichts ist, was schon gebrauchsfertig ist, quasi… muss man anpacken. Und sich was bauen, was warm hält.

 

Wovon ich rede? Okay- kurz und knackig: 

Von der plagenden Frage, die uns mindestens schon einmal halbirre oder oberirre gemacht hat: 

SOLL ICH - oder soll ich nicht? 

Hat man ein SOLL ich oder SOLL ICH NICHT vor sich, kann man sich zumindest schon mal etwas besser positioniert fühlen als jemand, der WAS SOLL ich ÜBERHAUPT auf dem Teller hat.

Oft gehört das sogar zusammen. 

Denn überlegt man ob man soll oder nicht, sucht man nach Vorteilen und Nachteilen. 

Rührt im “Soll ich” oder “soll ich nicht” Suppenteller herum und sucht. 

Findet man nichts, rennt man zum Suppentopf und rührt dort weiter. 

Dort findet man aber nur “Was soll ich überhaupt” angesoffene Suppennudeln. 

Aber eine knackige “MACH SO” Nudel taucht nicht auf.

HM.

Ja wie jetzt? Was dann?

 

Ich schlage vor, umgehend die Herdplatte abzudrehen. 

Vorerst. 

Das bedeutet so viel wie, sich zuerst mal hinzusetzen und die Augen zu schließen.

Sich fragen, was tät mir denn am allerbesten schmecken. 

Ganz egal ob das utopisch klingt oder nicht. 

Ganz egal ob ich denn die Zutaten überhaupt zur Verfügung hab.

 

Einfach mal nachschmecken und sich vor dem geistigen Auge ein Süppchen denken.

 

Kürbiscreme mit Kokosmilch unter Rotebeeteschaumtropfen umrandet von knusprigen Pinienkernen in Chilipanade begleitet von köstlichem Kräuter-Knoblauch Ciabatta und dazu ein Schuß Schwarzkümmelzaubertrank. 

 

Und wenn mir dabei ganz ungewollt das Wasser im Mund zusammenläuft, dann weiß ich schon mal was ich für ein Süppchen am Teller haben will. 

Als nächstes kann ich zur Tat schreiten und mich von dem alten letscherten Suppennudeln verabschieden. Vielleicht hat das bis heute immer geschmeckt, aber das Rezept ist veraltert. 

 

Ich habs auch nicht mehr mit Liebe gekocht. 

Kein Wunder, dass es dann nicht mehr mundet.

 

Wenn ich aber denke, ich müsste die Suppe retten- weil immerhin steht sie schon da- dann greife ich wie im Schlaf zum Salzbehälter und würze solange bis es nach irgendwas tut. 

Tuts dann wieder zu viel von was und schreien meine Geschmacksnerven dann “uahhh” , …

ach komm schon. 

Hier muss ich nicht mehr deutlicher werden. 

Das ganze ist überwürzt, durcheinander, ungenießbar geworden. 

Man kann sich alles runterwürgen aber genießen, kann man beim würgen weniger bis gar nicht. 

Eher gar nicht.

 

Ich rede durch die Suppe, weils genau das selbe ist, als wie wenn ich im Leben nicht weiter weiß. Wie schon gesagt, ich durfte am Rande eine Geschichte etwas mitbeschnuppern und das, was ich erschnuppern konnte war definitiv eine versalzene Suppe die partout nicht von der Herdplatte genommen wird. 

Aber was ist denn leichter, frage ich durch mich hinaus und hoffe der Suppenkoch kann sich selbst wach schnuppern! 

Denn was hast du denn zu verlieren? 

ALLES? 

Was ist denn ALLES? 

DAS was dich bald schon den ganzen Salzbecher ausschütten lässt? Dir ist aber schon klar, wenn du das ganze Salz verpfefferst hast du dann irgendwann auch für ein anderes Süppchen keins mehr!

Die Herdplatte dessen Aus-Schalter du nicht finden kannst? 

Die Suppe an sich weils schade ist um die Zutaten die da dahinköcheln? 

 

Oder das Geld, dass in den Zutaten steckt? 

Um DIESE Suppe zu retten kann aber sein dass man viele viele neue Zutaten anschaffen muss und letztendlich hat man alles investiert und schmecken, tuts noch immer nicht so, dass man es genießen kann. 

Klar, kann man auch was retten. 

Wenn aber die Augen immer öfter zufallen und die Kürbiscremesuppe immer öfter anklopft weil sie sich so viel besser anfühlen tät, stellt man sich vor, wie sie dich erwärmt… dann ist das SOLL eher so zu verstehen, dass man ruhig mal so SOLL wie es sich vielleicht gerade komplizierter anfühlt. 

Das ist dann nur die Angst vor dem neuen Rezept. Aber keine Sorge- hat man erst mal angefangen alles neu aufzusetzen, macht es Spaß und schmeckt unvergesslich gut. 

Man legt sich dann ganz hinein in die neue Kreation und schmunzelt Biss für Biss weil man sich so freut, dass man sich selbst wert war das neue Rezept zu wagen. 

Und dann lacht man über die alte verkochte dazumal so heroisch verteidigte eingebildete MUSS-SCHMECKEN-SUPPE.

 

Soll ich oder soll ich nicht- 

ist zusammengefasst aus meiner Sicht so zu entscheiden:

Was siehst du, schließt du die Augen wenn du dir vorstellst, du machst es nicht.

Und was siehst du, schließt du die Augen und stellst dir vor du tust es- in allen Farben und Formen!

Dann achte darauf, was dein Gesicht macht. 

Spürst du bei einer der beiden Vorstellungen ein Spannungsgefühl deiner Mundwinkel nach oben? Oder bist du in einer der beiden Versionen “kreativer” fällt dir mehr dazu ein, kommt immer mehr an Bildern? Ist eine Vorstellung größer, die andere kleiner oder weniger deteilreich?

 

DANN- hast du die Antwort. 

Tu DAS, was dir in DEM MOMENT schöner vorkommt. Das ist dann nämlich

DAS RICHTIGE. 

Dein Gefühl täuscht dich niemals. 

Es will ja- dass es dir gut geht. Und ganz egal wie “schwer” es sich vielleicht gerade anfühlt oder unumsetzbar… dein Gefühl weiß ganz superschlau immer am besten, was letztendlich das leichteste für dich ist und setzt für dich easycheesy um, wenn du ihm VERTRAUEN schenkst!  Vertrau einfach darauf. Fasse den Entschluss und leg los. 

Und spar dir lieber gleich 2 Suppentöpfe zu kochen. Denn dann haben beide Suppen nur jeweils die halbe Aufmerksamkeit von dir und am Ende fasst du wieder in den Salzbecher und provozierst die doppelte Ladung Ungenießbares.



Ich hab leicht reden? Ja. Jetzt endlich schon. Grad erst hab ich mir selbst wieder auf die Finger geklatscht weil ich den Salzbecher anrühren wollte, wo doch schon kiloweise Salz gerieselt ist. Ich koch auch wieder neu! Und das Kochen allein macht schon Spaß! Wenn ich servierbereit bin, lass ich euch übrigens wissen! EH KLOR! :-)

 

Und übrigens, wo wir grad von Suppe reden…. hab ich schon erwähnt, dass mir unglaublich KALT ist! Wintereinbruch! Wir schlittern unter die 20 Grad marke. Brrrrrrrrrrrr….. mein Körper sagt: Pack die Badehose ein und zieh den Batmanstrampler an, tanz zu Jacko und koch dir Suppe! UND GENAU DAS mach ich jetzt!

 

Alles Liebe, und …. einmal noch…. vertrau darauf! MACH GENAU DAS was sich gut und schön anfühlt. Und fühlt sich nichts gut an, dann überleg was wär denn schön, könntest du HEX HEX PING PING alles schön machen. Dann überleg was du alles dazu brauchst und fang behutsam an vorzubereiten. Trag alle Zutaten aufmerksam und Stück für Stück zusammen und mach dann un bedingt ein Selfie von dem Moment wenn du fertig bist - das wird ein schöner Grinser! Ich würd mich freuen, wenn du ihn mir dann zeigst!

 

So…. jetzt aber! Bis bald- deine LOLA :-)